Manipulierte WLAN-Netzwerke, Web-Tracker, Überwachung von IP-Adressen – Cyberbedrohungen sind heute so komplex wie nie. Neben Antivirensoftware und dem richtigen Umgang mit potenziellen Phishing-Angriffen gehören VPNs heute zu den wichtigsten Bausteinen einer umfassenden Sicherheitsstrategie.
Erfahren Sie jetzt, wie VPN-Software Ihr digitales Leben schützen kann und welche weiteren Vorteile relevant sind!
VPNs und manipulierte WLAN-Netzwerke
Cyberkriminelle nehmen in den letzten Jahren zunehmend eine von Nutzern oft übersehene Schwachstelle ins Visier: WLAN-Netzwerke. Hierbei gibt es zwei signifikante Angriffsstrategien. Zum einen erstellen Angreifer Hotspots und warten dann darauf, dass sich Endgeräte mit ihnen verbinden. Dann lesen sie die übertragenen Daten aus und versuchen, diese für sich zu nutzen – etwa, um sich mit abgefangenen Passwörtern in Accounts einzuloggen. Eine weitere Angriffsstrategie besteht für Cyberkriminelle darin, sich mit einem schlecht geschützten Netzwerk zu verbinden und dann die Daten der anderen Nutzer auszulesen.
VPNs bieten in dieser Hinsicht einen starken Schutz, da sie die an den VPN-Server übertragenen Daten verschlüsseln. Damit können Cyberkriminelle die abgefangenen Daten nicht verwerten und Ihre Privatsphäre bleibt geschützt.
Werbung und Tracker
Führende VPN-Anbieter wie ExpressVPN bieten Adblocker, die es den Nutzern beim Surfen ermöglichen, eingeblendete Werbung weitestgehend zu deaktivieren. Das hat nicht nur den Vorteil, dass nervige Werbepausen vermieden werden können, sondern es beschleunigt auch das Laden von Webseiten und spart zudem Datenvolumen.
Ein noch größerer Vorteil, der durch die Nutzung von VPNs erreicht werden kann, liegt im Blockieren von Trackern. Diese Analytics-Dienste sammeln zahlreiche Informationen von Nutzern – etwa die Browser-Historie, technische Daten der Endgeräte und wie lange bestimmte Webseiten geöffnet werden. Diese Daten werden dann verkauft oder genutzt, um personalisierte Werbung bereitzustellen.
IP-basiertes Tracking können VPNs komplett unterbinden. Der Grund dafür ist leicht verständlich: Wer mit VPN surft, verbirgt seine eigene IP-Adresse. Stattdessen sehen die Webseiten und Apps nur die IP-Adresse des VPN-Servers.
Weniger effektiv sind VPNs beim Schutz vor gerätebasierten Trackern, Cookies und Browser-Fingerprinting. Absolute Anonymität genießt man in dieser Hinsicht deshalb auch bei der Nutzung eines VPNs nicht.
IP-Überwachung – immer weniger Freiheit im Internet
Wer auf das Internet zugreift – egal ob mit WLAN oder mobilen Daten – erhält vom Internetanbieter immer eine IP-Adresse zugeteilt. Diese kann eingesehen werden und mittels Anfrage beim Internetanbieter kann damit die Identität des Nutzers offengelegt werden.
Bekannt ist, dass dies etwa beim File-Sharing zu teuren Abmahnungen führen kann, wenn der Nutzer auf urheberrechtlich geschützte Inhalte zugreift. Das Problem ist aber noch viel umfassender, denn auch staatliche Behörden nutzen IP-Adressen zunehmend, um unliebsame Meinungen zu bekämpfen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Geoblocking. Immer häufiger wird der Zugriff auf Inhalte mittels IP-Überwachung regional begrenzt. Anhand der IP-Adresse kann man auf das Land schließen, in dem sich der Nutzer befindet. Genau deshalb sind VPN-Services interessant, die viele verschiedene Serverstandorte zur Verfügung stellen. So kann man sich beispielsweise im Urlaub mit einem VPN-Server aus Deutschland verbinden und erhält so eine deutsche IP-Adresse, mit der man auf Inhalte zugreifen kann, die nur in Deutschland zur Verfügung stehen.
Diese weiteren Vorteile bieten VPNs
VPN-Abos werden zunehmend zu echten Allroundern. Neben einem VPN wird in die Software heute oft auch ein Virenschutz integriert. So kann man seine Sicherheit mit einer zentralen Plattform umfassend stärken und muss dafür nicht unnötig viele Apps herunterladen. Fairerweise muss dabei aber erwähnt werden, dass dedizierte Antivirenprogramme noch immer leistungsstärker sind als die integrierten Lösungen der VPN-Anbieter.
Überraschend ist dabei, wie kostengünstig die Abos sind. Wer bereit ist, für ein ganzes Jahr im Voraus zu bezahlen, kann die VPNs oft bereits für wenige Euro pro Monat nutzen. Oft gibt es für langfristige Abos auch einige Gratismonate als Dankeschön.
Generell ist es auch möglich, die VPNs auf verschiedenen Endgeräten zu verwenden – etwa auf dem Smartphone, Tablet und Laptop. Hier sollte man aber genau auf das Kleingedruckte achten, da die Zahl der Geräte, die man gleichzeitig verwenden kann, begrenzt ist.
Da VPN-Anbieter wissen, wie wichtig Privatsphäre für ihre Nutzer ist, kann man oft mit Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Tether bezahlen und muss damit keinerlei private Daten mit den Firmen teilen. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber klassischen Finanzdienstleistern wie Visa und Mastercard, für deren Nutzung man immer seinen Namen und seine Kreditkarten- bzw. Kontonummer angeben muss.
